Gesunder Schlaf ohne Schnarchen

Operationen gegen das Schnarchen

Es ist die Ultima Ratio, sich gegen Schlaf- und Schnarchbeschwerden einer Operation zu unterziehen. Dennoch sind mit chirurgischen Eingriffen die vergleichsweise höchsten Erfolgsaussichten verbunden. Je größer die Gesundheitsgefährdung durch die Schlafstörung ist, wie z.B. bei häufigen Atemaussetzern (schwere Schlafapnoe) verbunden mit weiteren Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bluthochdruck, desto vertretbarer ist es, sich in einer OP mit dem Skalpell oder dem Laser behandeln zu lassen. Die hier vorgestellten Operationsmethoden sind vorwiegend plastischer Natur, bei denen dauerhaft Gewebe verändert oder irreversibel entfernt wird. Begleiterscheinungen, die sich durch die veränderte Anatomie ergeben, sind bei der Entscheidung Pro oder Contra nicht zu vernachlässigen, jedoch in der Praxis relativ selten. Zudem ist eine unterstützende Verabreichung von Medikamenten prä- und/oder postoperativ bisweilen erforderlich.



Verfügbare Operationsformen

Operation des Gaumensegels - Schnarch-OP

Die am häufigsten zum Einsatz kommende Schnarch-OP ist die plastische Veränderung des Gaumensegels. Das im Luftstrom vibrierende Segel erzeugt das Schnarchgeräusch, durch seine Verkleinerung, der Gewebeabtragung an den Gaumenbögen und additiv der Entfernung von Mandeln und / oder Gaumenzäpfchen. Diese Gewebeveränderung kann klassisch via Skalpell (UPPP), per Laser (LAUP) oder auch per Radiowellen (RFITT) hervorgerufen werden. In der Regel erfolgt der chirurgische Eingriff stationär unter Vollnarkose, per  Laser oder per Radiofrequenz-assistierter Methode, die deutlich schonendere Operationstechniken darstellen, aber auch ambulant mit lokaler Anästhesie. 

Kunststoffimplatate für das Weichgaumengewebe

Dünne, aber stabile Kunststoffstifte werden per i.d.R. ambulanter Operation in den Weichgaumen eingesetzt, was ebenfalls eine festigende Wirkung auf das Rachengewebe haben soll. Aufgrund der anatomischen Voraussetzungen nur für ca. 10 von 100 Patienten geeignet.

Uvulaflap

In einem relativ neuen Verfahren wird das Gaumenzäpfchen (Uvula) per OP nach oben geklappt und am Gaumen angenäht.

Operative Begradigung der Nasenscheidewand

Bei Schnarchern, die unter einer Nasenscheidewandverkrümmung und damit behinderter Nasenatmung leiden, wird diese chirurgisch bergradigt. Damit wird der Luftdurchsatz verbessert und kann bei primärem Schnarchen Abhilfe schaffen.

OP-Methoden bei rückgelagertem Unterkiefer oder Zunge

Üblicherweise wird dem Zustand der Rückverlagerung des Unterkiefers oder der Zunge auf prothetischem Wege begegnet, d.h. durch Hilfsmittel wie Schienen die Mandibula fixiert und damit die Atemwege frei gehalten. Besteht dieser Zustand aber von Geburt an, ist auch eine operative Behandlung möglich. Durch die Spaltung des Unterkiefers wird dieses vorverlagert und damit in eine natürlichere Position gebracht. Ähnlich der Methode, bei dem ein Faden zwischen Zunge und Unterkiefer angebracht wird, der die Zunge am Zurückfallen hindern und damit Schnarchprobleme reduzieren soll. Diese Operationen sind in Deutschland jedoch umstritten.



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32 Kommentare

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#32 Stephan schrieb am 21.01.2012 14:26 antworten

Hallo operierte Ex Leidensgenossen und solche, die es noch vor sich haben.

 

Seit meiner OP sind nun 16 Tagen vergangen und es ist der erste wirklich gute Tag. Wenig Schmerzen, nur beim Schlucken.

 

Doch von Anfang.

Ich schnarche bereits seit meiner Pubertät (also seit gut 25 Jahren), im Laufe des letzten Jahres wurde es aber immer schlimmer.

Wegen der Schnarcherei war mein Schlaf nicht mehr erholsam, meine bessere Hälfte wanderte außerdem immer öfter ins Wohnzimmer aus. Zudem merkte ich, daß ich auch in wachem Zustand mein Gaumensegel anspannen mußte, um nicht bereits wach zu Schnarchen.

 

Also die OP mit Gaumensegel- und Zäpfchenstraffung, außerdem Mandeln raus. Ohne die Mandel OP hätte ich den Eingriff komplett privat zahlen müssen, so nur 250 Euro aus eigener Tasche. Danke übrigens an dieser Stelle an meine Krankenkasse (Techniker), die das als Schönheits OP ansieht. Ich werde die Krankenkasse nun wechseln - wofür zahle ich eigentlich fett Beiträge ein, hä?

 

Die ersten beiden Tage nach der OP waren schmerzhaft. Ab Tag 3 begann der Albtraum: die Schmerzen wurden immer schlimmer!

Novalgin war bei mir praktisch wirkungslos. Schlafmittel wurden auch nicht verabreicht und so verbrachte ich nicht nur eine Nacht im Bett heulend und nicht mehr wissend, was man denn noch machen kann. Albern irgendwie. Ein Kerl wie ein Baum wird von so kleinen Wunden völlig aus der Bahn geschmissen. Aber genau so wars.

 

Eiswürfel lutschen hilft da kaum (man muß ja auch schlucken). Teilweise habe ich tagelang vor lauter Schmerz nichts essen können. Flüssigkeit per Infusion. Innerhalb 15 Tagen habe ich nun 10 Kilo abgenommen - auf die wohl ungesündeste Art, die es gibt.

 

Echte Resultate, so der Arzt, kann man ca. 6 Wochen nach der OP erwarten. Bei mir ist allerdings bereits jetzt das Schnarchen nahezu komplett weg. So gesehen ein echter Erfolg!

 

Was die Schmerzen und die Lebensqualität der letzten zwei Wochen angeht: Schrecklich, einfach nur schrecklich!!! Ich hatte schonmal eine Gallen OP und dachte ich wüßte was Schmerzen sind. Das Wort Schmerz hat nun allerdings eine ganz neue Qualität für mich. Und nun weiß ich auch was es bedeutet wenn ein Chirurg ankündigt, daß das "sehr, sehr schmerzhaft sein wird".

#31 Iris schrieb am 22.09.2011 23:46 antworten

Ich habe seit ca. 4 Jahren geschnarcht. Vor 6 Wochen habe ich (48 Jahre alt) mir die Mandeln rausnehmen lassen (sehr unangenehm, aber notwendig), seitdem schnarche ich nicht mehr und es geht mir wesentlich besser.

#30 Martina schrieb am 20.07.2011 20:49 antworten

Wenn ich mir eure Berichte so durchlese, denke ich es ist besser mein Mann und ich haben getrennte Schlafzimmer , als das ich eine nicht mal erfolgversprechende schmerzhafte Operation auf mich nehme! Denn FAKT ist wir hören uns selbst ja gar nicht schnarchen, und weshalb sollten wir uns solchen Strapazen aussetzen, nur um unseren Partner einen Gefallen zu tun , denn wäre euer Partner bereit dasselbe für euch zu tun?....

#29 Tina schrieb am 05.07.2011 10:43 antworten

Schnarche seit Kindheit an. Radiofrequenztherapie 3malig hatte nichts geholfen.Hatte vor 1,5 Monaten eine Gaumensegelstraffung und Zäpfchen wurde stark verkürzt.

4 Tage Krankenhaus mit vorheriger Schlafendoskopie. Schmerzen würde ich mit einer Mandel OP vergleichen. Ohne Schmerzmittel hält man es aber nicht aus. Man kann fast nicht schlucken,körperlich schonen. Dauerte insgesamt mit Krankenhaus 3 Wochen bis ich fit war! Ich bilde mir ein es ist besser, früher wachte ich selbst vom lauten schnarchen auf . Allerdings sagt mein Freund noch immer öfters in der Nacht, ich solle bitte aufhören zu schnarchen! DAS war eine Ernüchterung! L.t Arzt kippt meine Zunge aber auch leicht nach hinten und viell. könnte eine Schiene noch Besserung bringen, allerdings sehr teuer und ehrlich gesagt möcht ich nicht jede Nacht mit so etwas schlafen. Nachwirkungen des Eingriffes sind leider, dass ich zb. kein "r" mehr richtig aussprechen kann. Arbeite im Callcenter, ist demnach sehr gewöhnungsbedürftig und 2. Nachwirkung-man hat das Gefühl immer mehrmals hintereinander "runterschlucken" zu müssen, weil man glaubt,dass etwas schleimiges hängt! Das ist aber das verkürzte Zäpfchen,welches jetzt eher kurz und breit ist! Und zu guter letzt-durch das Verkürzte Zäpfchen "verschlucke und verhuste" ich mich sehr oft wenn man zu schnell ißt oder trinkt. Diese 3 Nebenwirkungen sind nicht übertrieben, viell. bei einem od. andren mehr od. weniger. Muß man aber dann damit leben und sich gewöhnen!

#28 Hans Falkenreck schrieb am 03.05.2011 08:36 antworten

Ich habe eine Nasenscheidewand-und Gaumensegeloperation bei mir durchführen lassen. Jedoch ohne Erfolg. Ich habe keinen Bluthochdrück jedoch Übergewicht. 1,82m groß 100 Kg 75 Jahre. Wenn ich nicht Wasser lassen muß schlafe ich 6 bis 7 Stunden durchgehend.

Ich schnarche nur auf der Seite liegend und mit offenen Mund. Ich möchte es einmal mit einer Vorrichtung versuchen die meinen Mund verschlossen hält. Gibt es so etwas und wo bekomme ich dieses.

#27 Stefan schrieb am 15.04.2011 23:47 antworten

Ihr Kommentar

Hallo ich habe mich vor ca vier Jahren operieren lassen im Hals. Meine Mandeln waren schon raus lange vorher. Bei der Op wurden die gaumsegel und das Zäpfchen verkürzt bzw weggeschnitten. Ich habe danach eine kurze Zeit nicht mehr geschnarcht aber es dauerte nicht mehr lange und nun ist es genau so wie vorher. Die Op war sehr schmerzvoll kann ich nicht empfehlen aber zum abnehmen geeignet;) aber diese Schmerzen waren alle Achtung!! Ich versuche es jetzt mit einer Kunststoff-Schiene hoffe es hilft. Falls jemand noch etwas weiß würde ich mich freuen!! Bitte an meine Email adresse: elvis7420 ( at ) freenet.de danke!!

#26 Andreas schrieb am 28.03.2011 00:44 antworten

Eine Schlafmaske hilft nicht ich Schnarche seit Jahren und hatte schon eine Schlafmaske, alles quatsch hat jemand Erfahrung mit OPs gegen das Schnarchen??

#23 Frank Siebnig schrieb am 12.03.2011 14:53 antworten

Hilfe ich schnarche wer ist spezialisiert auf dies OP in NRW?

#22 KaJo schrieb am 14.02.2011 11:16 antworten

Hallo,

 

ich habe mir alle unten aufgeführten Fragen durchgelesen, aber leider nirgendwo eine Antwort auf die Fragen gefunden.

 

Ich leide seit einiger Zeit unter Einschlafstörungen und Schnarchproblemen. Außerdem habe ich sehr viele Atemaussetzer. Dieser Tage soll eine Schlafmaske in einem Schlaflabor angepasst werden. Wäre ein OP nicht sinnvoller?

 

Wer kennt sich aus.MfG

KaJo

#21 Kock Peter schrieb am 25.11.2010 17:56 antworten

man sagt mir ich schnarche ständig selbst merke ich es ja nicht.

Wollte mal wissen welchen Weg ich einschlagen kann um dieses feststellen zulassen.

Würde mich auch gerne operieren lassen würde dieses dann im Krankenhaus gemacht und wielange bleibt man denn dort drin???

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Mit freundlichen Gruß PETER KOCK

#20 Alina schrieb am 21.11.2010 21:29 antworten

Mich würde interessieren, welche Risisken diese OP´s birgen, also ob diese Eingriffe auch gefährlich sein können und was das kostet bzw ob evtl die Krankenkasse einen Teil übernimmt?

#19 Reinhold schrieb am 17.11.2010 15:42 antworten

Ich starker Schnarcher und Schlafapnoeiker hatte vor 8 Wochen die OP der Nasenscheidewandbegradigung. Erfolg: Ca. 80% mehr Luft durch die Nase. Vor 6 Tagen wurde mir das Gaumensegel gestrafft, der Gaumenbogen mit Zäpfchen gekürzt und die Mandeln entfernt (herkömmlich mit Skalpell). Der Erfolg ist einfach umwerfend. Sogut wie kein Schnarchen mehr und vor allem keine Atemaussetzer mehr. Ich bhabe jetzt ausgeschlafen wenn ich morgens aufstehe, Traumhaft. Übrigens, bei beiden OP`s praktisch keine Schmerzen. Allerdings bin ich nicht wehleidig.

#25 Helma Jarke schrieb am 27.03.2011 11:04 antworten

Es interessiert mich, wo der Eingriff (Stadt) durchgeführt wurde, hat die Krankenkasse die Kosten übernommen? Wie ist der Weg zu solch einer OP. HNO-Arzt?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Viele Grüße, Helma Jarke

#18 Jessica schrieb am 15.06.2010 16:14 antworten

Eher eine Frage, ich Schnarche nicht nur sondern habe auch Atem- aussetzer-praktisch wach ich auf weil ich keine luft bekomme..., hängt beides evtl. miteinander zusammen...!

Muss halt noch 3 wochen Warten.. dann habe ich den Termin.

Mit freundlichen Grüßen

Jessi

#17 Heißmeyer schrieb am 12.06.2010 13:22 antworten

Fragen: Wo in der Region um Nürtingen befindet sich ein Arzt, der Gaumensegel-Op Lasern/Annähen durchführt, wird die Op von der Kasse bezahlt?

Wenn die Kosten nicht übernommen werden, wie teuer ist der Eingriff?

Vielen Dank, mit freundl. Grüßen R. Hei

#16 Freimut S schrieb am 06.05.2010 22:11 antworten

Hallo,

 

führt die Zäpfchenverkürzung zu einer veränderten Aussprache (angeblich für Buchstabenlautbildung mitverantwortlich)?! Habe die OP in 3 Tagen und aufgrund diesbezüglicher Aussagen nun höchste Bedenken.

Danke für kompetente Rückmeldungen mit echten Langzeiterfahrungen!!

Gruß,

fs

#24 Dirk schrieb am 16.03.2011 11:17 antworten

Ich hatte 2002 eine OP mit Septumplastik, Muschelkappung, Uvulaflap und Zungengrundsomnoplastie. Probleme gab es keine. 3 Tage Krankenhaus (was zu kurz war), dann noch 2 Wochen täglich ambulante Behandlung. Insgesamt sehr erfolgreich. Operiert wurde im Klinikum Mannheim vom Chefarzt. Da ich Angstpartient bin, hatte ich größte Bedenken. Bei Fragen gerne anmailen : dirk.bergner@gmx.de